Für ein fahrrad- und fußgängerfreundliches Simbach: Grüne Kandidatinnen diskutieren nachhaltige Verkehrslösungen

„Wie schaffen wir einen nachhaltigen Verkehr in Simbach, der Fußgänger*innen, Radfahrende und Autos gleichermaßen berücksichtigt?“ Dieser Frage gingen die Kandidierenden der Grünen Liste Simbach gemeinsam mit der Grünen Landratskandidatin für Rottal-Inn, Larissa Hausberger und der Bundestagsabgeordneten Marlene Schönberger nach. Als Expertin begleitete Victoria Broßart, Bundestagsabgeordnete und Obfrau der Grünen im Verkehrsausschuss im Bundestag, den Stadtspaziergang.

Bei eisigen Temperaturen besichtigte die Gruppe zentrale Gefahrenstellen im Stadtverkehr, darunter die Engstelle der Innstraße am Viadukt Richtung Braunau und den Simbacher „Stachus“. Gefahren lauern hier sowohl für den Fuß-, als auch den Radverkehr.

Beim Bahnviadukt stellten die Teilnehmenden fest, dass eine Verbreiterung oder ein zweiter Tunnel nur schwer zu realisieren sein wird: Bei derartigen Kreuzungen mit der Bahn müsste die Stadt im Zweifel die gesamten Kosten selbst tragen, wenn sie hier „Extrawünsche“, wie einen Rad- und Fußweg hat, oder einen zweiten Tunnel möchte. Auch im Falle einer Renovierung würde nicht automatisch ein Radweg mitgebaut – dazu müsste es aber zunächst einmal kommen. Entsprechend muss der künftige Stadtrat an dieser Stelle kreativ werden oder auf entsprechende weitere Fördertöpfe hoffen, erläutert Larissa Hausberger. Als zukünftige Landrätin würde sie Simbach dabei natürlich aktiv zur Seite stehen.

Während des Spaziergangs wurde deutlich, dass für sichere und nachhaltige Mobilität viele Perspektiven berücksichtigt werden müssen: von der Schulwegplanung über rechtliche Vorgaben, bis hin zu finanziellen Rahmenbedingungen.

Victoria Broßart ergänzt: „In Simbach zeigt sich, wie wichtig eine gerechte Aufteilung des Straßenraums für die Stadt wäre: Sichere Radwege, durchdachte Verkehrsführung und barrierefreie Wege für Fußgänger*innen können entscheidend dazu beitragen, den Alltag der Menschen zu erleichtern und Simbach attraktiver zu machen. Auch der ÖPNV muss hier angepackt werden. Mit Bahn, Bus und autonomen ON-Demand-Verkehren können wir auch im ländlichen Raum guten Nahverkehr anbieten.“ Broßart warnte aber auch, dass es wirtschaftliche Konsequenzen haben kann, wenn der ÖPNV-Ausbau in der Region nicht vorankommt: „In Burghausen stehen massiv Arbeitsplätze auf dem Spiel, wenn die Finanzierung der ABS 38 nicht zustande kommt. Das wäre fatal für ganz Ostbayern. Nur mit einer Elektrifizierung der Strecke können wir die Wirtschaft und den Wohlstand in der Region halten.“

Marlene Schönberger betont die Rolle von Bund und Land: „Verkehrsplanung endet nicht an der Stadtgrenze. Wir brauchen klare Absprachen und finanzielle Unterstützung, damit nachhaltige Projekte umgesetzt werden können.“

Beim anschließenden Austausch im Café Leni wurde deutlich: Ein fahrrad- und fußgängerfreundliches Simbach ist nur dann möglich, wenn Verkehr, eine belebte Innenstadt Innenstadt und städtische Lebensqualität gemeinsam gedacht werden. Die Grünen Kandidierenden vor Ort ziehen ein positives Fazit: „Der Spaziergang hat gezeigt, wo wir gemeinsam anpacken müssen. Mobilitätskonzept und Innenstadtentwicklung gehören zusammen: Nur wer Verkehr clever führt und Leerstand bekämpft, macht Simbach sicher, lebens- und liebenswert“, sagt Katharina Stauder, Spitzenkandidatin der Grünen Liste Simbach.

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