Herzlich willkommen!

Mein Name ist Marlene Schönberger und ich bin grüne Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Rottal-Inn. Der Fokus meiner parlamentarischen Arbeit liegt auf der Bekämpfung von #Antisemitismus, der Förderung #jüdischen Lebens und #Demokratiebildung. Ganz besonders liegt mir die Stärkung unserer Demokratie am Herzen. Hierzu gehört Jugendbeteiligung, Geschlechtergerechtigkeit und eine bunte, vielfältige Gesellschaft.

Als volles Mitglied im Innenausschuss und im Ausschuss für Bildung und Forschung sowie als stellvertretendes Mitglied im Rechtsausschuss und Ausschuss für Kultur und Medien kann und werde ich meine Themenschwerpunkte einbringen. In Niederbayern heiße ich Bürger*innen in meinen Wahlkreisbüros in Dingolfing, Pfarrkirchen und Landshut willkommen und habe stets ein offenes Ohr für Fragen, Anliegen und Probleme.

  • Anton Reicheneder verlässt nach über vier Jahrzehnten Grünen Engagement den aktiven Dienst 

    Anton Reicheneder verlässt nach über vier Jahrzehnten Grünen Engagement den aktiven Dienst 

    Der Grüne Anton Reicheneder, den Freundinnen und Freunden „Ducks“ nennen, geht mit 73 Jahren nach mehr als vier Jahrzehnten ehrenamtlicher und beruflicher Tätigkeit aus dem aktiven politischen Wirken. Die Verabschiedung fand im Grünen Büro in Dingolfing statt; unter anderem waren Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger, Kreissprecherin Christine Aigner, Kreisrat Thomas Maier, die frühere Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger sowie viele weitere Parteifreunde anwesend.

    Reicheneder unterstützte die Grünen seit den 1980er Jahren beim Aufbau lokaler Strukturen, organisierte in seiner langjährigen Amtszeit als Kreissprecher zahlreiche Wahlkämpfe und begleitete die Arbeit von MdL Steinberger. 2014 wurden die Grünen nach einer Unterbrechung erneut in den Kreistag Dingolfing-Landau gewählt – ein Erfolg, den Reicheneder maßgeblich mitgestaltet hat. Damals wurde auch er selbst zum Kreisrat gewählt und erfüllte dieses Amt über acht Jahre. Seit 2021 arbeitete er als Mitarbeiter von MdB Schönberger und stärkte damit die Präsenz der Grünen im Landkreis nachhaltig.

    „Ducks hat die Grünen im Landkreis mit viel Energie und Überzeugung geprägt“, sagte Christine Aigner. „Ohne ihn wären wir heute nicht da, wo wir sind.“ MdB Schönberger würdigte sein Wirken: „Anton Reicheneder hat mit unermüdlichem Einsatz die Strukturen der Grünen im Landkreis Dingolfing-Landau mitaufgebaut und war für mich stets ein engagierter Ansprechpartner und Experte für die Region.“ 

    Auch um den Nachwuchs kümmerte sich Reicheneder. So berichtete Thomas Maier: „Ducks was mein Wegbereiter zu den Grünen. Durch seine Überzeugungskraft bin ich 2020 auf die Kreistagsliste gegangen, 2022 folgte ich ihm im Kreistag nach, und nun kandidiere ich für das Amt des Landrats.“

    Reicheneder bedankte sich für die Wertschätzung und betonte: „Es war mir wichtig, die Grünen in unserer Region stark zu machen. Danke an alle Kolleginnen und Kollegen.“ Mit dem Ruhestand endet eine Ära des Aufbaus und der Vernetzung; die Grünen wünschen ihm Gesundheit und Zufriedenheit für seinen wohlverdienten Ruhestand.

  • Verfolgung queerer Opfer im Nationalsozialismus

  • Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus: Das Schweigen brechen

    Anlässlich des 27. Januar, des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus, appelliert die Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger an die Verantwortung aller Menschen in Niederbayern, sich in ihrem jeweiligen Umfeld weiterhin mit den Verbrechen des Nationalsozialismus in der Region auseinanderzusetzen:

    „Nach wie vor glauben viele Menschen, dass die Verbrechen der Nazis fern der Heimat geschahen und von einigen wenigen verübt wurden. Doch in Wahrheit wurden aus jedem Dorf Menschen in Konzentrationslager verschleppt und ermordet. Zahlreiche niederbayerische Unternehmen profitierten von Enteignungen jüdischen Besitzes und Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus besetzten Gebieten oder Konzentrationslagern wurden auf Bauernhöfen und in Betrieben eingesetzt. Viele überlebten ihre Arbeitseinsätze nicht. Die Täterinnen und Täter saßen nicht nur an Schreibtischen in München oder Berlin. Es waren die Menschen, die nach 1945 wieder mit unseren Eltern oder Großeltern am Küchentisch saßen und meist über das von ihnen mitgetragene oder ausgeführte Grauen schwiegen.

    Wenn Studien zeigen, dass inzwischen eine Mehrheit der Deutschen dafür ist, einen Schlussstrich unter die Auseinandersetzung mit der NS-Täterschaft zu ziehen, muss uns das alle wachrütteln. Wir alle können aktiv werden gegen das Verdrängen und Vergessen: Über eine unkomplizierte Anfrage beim Bundesarchiv lassen sich etwa Lebenswege von Angehörigen nachvollziehen. Alle Dörfer und Städte müssen sich ihrer Geschichte stellen und das Schweigen brechen. 

    Viele haben sich bereits auf den Weg gemacht, wie etwa die Gemeinde Fürstenstein im Bayerischen Wald, in deren Ortsteil Nammering das größte Kriegsverbrechen Niederbayerns stattfand. Im April 1945 stand tagelang ein KZ-Transport aus Buchenwald im damaligen Bahnhof von Nammering, darin ohne Verpflegung eingepfercht rund 5.000 Häftlinge. Sie verbrachten vor den Augen der lokalen Bevölkerung qualvolle Tage voller Angst zwischen Leben und Tod. Sie wurden von SS-Männern brutal gefoltert. Manche wurden erschossen, viele verhungerten auf grausame Weise. Dass heute vor Ort die Geschichte für alle anschaulich durch Erklärtafeln erläutert wird und ein Mahnmal an die über 700 dort Ermordeten erinnert, die auf der sogenannten Totenwiese liegen, ist engagierten Ehrenamtlichen zu verdanken und hat Vorbildcharakter.“

Meine Themen

Bekämpfung von Antisemitismus

Die Zahl der antisemitischen Straftaten steigt seit Jahren. Ich setzte mich für eine konsequente Bekämpfung von Antisemitismus ein. Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Wir müssen ihm konsequent begegnen, ob bei Neonazikonzerten, in deutschen Parlamenten oder auf verschwörungsideologischen Demos.

Förderung jüdischen Lebens

Die überwiegende Mehrheit der Menschen in Deutschland hat noch nie eine*n Jüdin*Juden getroffen. Und ebenfalls wissen die meisten Menschen nicht sonderlich viel über das Judentum. Jüdische Communities sind vielfältig. Und deshalb möchte ich #jüdisches Leben in seiner gesamten Pluralität unterstützen. Dazu sollten die Erfahrungen und Perspektiven von Jüdinnen:Juden sicht- und hörbar werden. 

Politische Bildung

Durch politische Bildung werden Menschen ermutigt, ihre demokratischen Beteiligungsmöglichkeiten wahrzunehmen und sich menschenfeindlichen Ideologien und Verschwörungserzählungen entgegen zu stellen. In meiner parlamentarischen Arbeit, aber auch als Mitglied des Kuratoriums der Bundeszentrale für Politische Bildung, setze ich mich für eine stärkere Verankerung in allen Bildungseinrichtungen ein.  

Digitale Gewalt und Desinformation

Digitale Medien bieten riesige Chancen für den demokratischen Diskurs. Um sie zu nutzen und dabei Persönlichkeitsrechte zu wahren, müssen wir Hasskriminalität und die bewusste Verbreitung von Desinformation bekämpfen.

Über mich

Als Politikwissenschaftlerin habe ich mich viel mit den Themen Antisemitismus, Verschwörungsideologien und Populismus auseinandergesetzt. Im Rahmen meiner Forschung in einem Projekt zur Zukunft der Demokratie durfte ich mit zahlreichen NGOs, die sich für Demokratie und Zusammenhalt engagieren, zusammenarbeiten. Klar ist: Die liberale Demokratie ist unsere Garantie für Freiheit und Menschenrechte, aber sie steht massiv unter Druck. Deswegen streite ich für den demokratischen Grundkonsens sowie für eine solidarische und vielfältige Gesellschaft, die alle Menschen vor Diskriminierung und Gewalt schützt und in der alle Menschen die gleiche Chancen und Rechte haben.

Marlene Schönberger, MdB auf einem Dach, Bundestag im Hintergrund

Mein Wahlkreis

Mein Wahlkreis in Niederbayern umfasst die beiden Landkreise Dingolfing-Landau und Rottal-Inn. Dazu noch sieben Gemeinden aus dem Landkreis Landshut. Bis auf große Städte ist alles vertreten; die Kreisstädte Dingolfing und Pfarrkirchen sowie die Städte Landau/Isar, Eggenfelden und Simbach/Inn. Aber auch die Gemeinden Rimbach und Geratskirchen mit jeweils weniger als 12.000 Einwohnern. Insgesamt 53 Gemeinden auf einer Fläche von mehr als 2.150 km².