Herzlich willkommen!

Mein Name ist Marlene Schönberger und ich bin grüne Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Rottal-Inn. Der Fokus meiner parlamentarischen Arbeit liegt auf der Bekämpfung von #Antisemitismus, der Förderung #jüdischen Lebens und #Demokratiebildung. Ganz besonders liegt mir die Stärkung unserer Demokratie am Herzen. Hierzu gehört Jugendbeteiligung, Geschlechtergerechtigkeit und eine bunte, vielfältige Gesellschaft.

Als volles Mitglied im Innenausschuss und im Ausschuss für Bildung und Forschung sowie als stellvertretendes Mitglied im Rechtsausschuss und Ausschuss für Kultur und Medien kann und werde ich meine Themenschwerpunkte einbringen. In Niederbayern heiße ich Bürger*innen in meinen Wahlkreisbüros in Dingolfing, Pfarrkirchen und Landshut willkommen und habe stets ein offenes Ohr für Fragen, Anliegen und Probleme.

  • Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus: Das Schweigen brechen

    Anlässlich des 27. Januar, des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus, appelliert die Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger an die Verantwortung aller Menschen in Niederbayern, sich in ihrem jeweiligen Umfeld weiterhin mit den Verbrechen des Nationalsozialismus in der Region auseinanderzusetzen:

    „Nach wie vor glauben viele Menschen, dass die Verbrechen der Nazis fern der Heimat geschahen und von einigen wenigen verübt wurden. Doch in Wahrheit wurden aus jedem Dorf Menschen in Konzentrationslager verschleppt und ermordet. Zahlreiche niederbayerische Unternehmen profitierten von Enteignungen jüdischen Besitzes und Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus besetzten Gebieten oder Konzentrationslagern wurden auf Bauernhöfen und in Betrieben eingesetzt. Viele überlebten ihre Arbeitseinsätze nicht. Die Täterinnen und Täter saßen nicht nur an Schreibtischen in München oder Berlin. Es waren die Menschen, die nach 1945 wieder mit unseren Eltern oder Großeltern am Küchentisch saßen und meist über das von ihnen mitgetragene oder ausgeführte Grauen schwiegen.

    Wenn Studien zeigen, dass inzwischen eine Mehrheit der Deutschen dafür ist, einen Schlussstrich unter die Auseinandersetzung mit der NS-Täterschaft zu ziehen, muss uns das alle wachrütteln. Wir alle können aktiv werden gegen das Verdrängen und Vergessen: Über eine unkomplizierte Anfrage beim Bundesarchiv lassen sich etwa Lebenswege von Angehörigen nachvollziehen. Alle Dörfer und Städte müssen sich ihrer Geschichte stellen und das Schweigen brechen. 

    Viele haben sich bereits auf den Weg gemacht, wie etwa die Gemeinde Fürstenstein im Bayerischen Wald, in deren Ortsteil Nammering das größte Kriegsverbrechen Niederbayerns stattfand. Im April 1945 stand tagelang ein KZ-Transport aus Buchenwald im damaligen Bahnhof von Nammering, darin ohne Verpflegung eingepfercht rund 5.000 Häftlinge. Sie verbrachten vor den Augen der lokalen Bevölkerung qualvolle Tage voller Angst zwischen Leben und Tod. Sie wurden von SS-Männern brutal gefoltert. Manche wurden erschossen, viele verhungerten auf grausame Weise. Dass heute vor Ort die Geschichte für alle anschaulich durch Erklärtafeln erläutert wird und ein Mahnmal an die über 700 dort Ermordeten erinnert, die auf der sogenannten Totenwiese liegen, ist engagierten Ehrenamtlichen zu verdanken und hat Vorbildcharakter.“

  • Demokratie braucht uns alle: Demokratiekongress 2.0 in Plattling 

    Demokratie braucht uns alle: Demokratiekongress 2.0 in Plattling 

    Zusammen gegen die extreme Rechte in Niederbayern 

    Wie kann Demokratie im ländlichen Raum gestärkt werden? Wie begegnen wir rechter Hetze, antidemokratischen Parolen und wachsender politischer Radikalisierung vor Ort? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Demokratiekongress „Demokratie braucht uns alle – Zusammen gegen die extreme Rechte in Niederbayern“, zu dem die niederbayerische Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger am Samstag, 31. Januar 2026, nach Plattling einlädt. 

    Nach dem großen Zuspruch beim ersten Demokratiekongress 2024 in Deggendorf bringt die Neuauflage erneut engagierte Menschen aus Kommunalpolitik, Zivilgesellschaft, Vereinen, Jugendarbeit und Initiativen zusammen. Ziel ist es, sich zu vernetzen, Wissen zu teilen und konkrete Handlungsstrategien für eine wehrhafte Demokratie vor Ort zu entwickeln. 

    „Rechte Hetze und politisch motivierte Straftaten nehmen zu – gerade auch im ländlichen Raum. Umso wichtiger ist es, dass wir uns gegenseitig stärken, voneinander lernen und gemeinsam Haltung zeigen“, betont MdB Marlene Schönberger. 

    Der Kongress beginnt ab 10:00 Uhr in Plattling und bietet ein vielfältiges Programm aus Keynote, Workshops und Podiumsdiskussion. Nach der Begrüßung durch Marlene Schönberger spricht Prof. Gernot Wolfram von der Bundeszentrale für politische Bildung über aktuelle Herausforderungen für die Demokratie. In einer anschließenden Workshopphase stehen unter anderem ein Argumentationstraining gegen rechte Parolen, kommunale Perspektiven sowie Fragen von Migration im ländlichen Raum im Mittelpunkt. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Bündnisse schmieden – noch zeitgemäß?“ rundet den inhaltlichen Teil ab. 

    Für Getränke und Verpflegung ist den ganzen Tag über gesorgt. Zur Deckung der Kosten wird um einen Unkostenbeitrag von 10 Euro gebeten. 

    Interessierte werden gebeten, sich per E-Mail anzumelden unter marlene.schoenberger.wk@bundestag.de. Alle weiteren Informationen werden dann im Anschluss zugeschickt. 

  • Die Union gefährdet mit ihrer Verkehrsplanung bayerische Arbeitsplätze

    Die Union gefährdet mit ihrer Verkehrsplanung bayerische Arbeitsplätze

    In der vergangenen Woche war durch eine Anfrage der Grünen im Bundestag bekannt geworden, dass entgegen einer ausdrücklichen Versicherung durch das Verkehrsministerium der fertig geplante Abschnitt 1.4 der ABS38 nicht finanziert ist. Dazu hatte MdB Stephan Mayer aus dem Wahlkreis Altötting in der PNP verlautbaren lassen, dass die Sorgen der Grünen übertrieben seien.

    Dazu äußern sich die Grünen Bundestagsabgeordneten Victoria Broßart, Obfrau der Grünen im Verkehrsausschuss und Marlene Schönberger, Wahlkreis Rottal-Inn, wie folgt:

    Die Planung des Abschnitts der ABS38 ist abgeschlossen, jetzt muss die Finanzierung gesichert werden. Die Planfeststellung läuft im Gegensatz zu den Äußerungen der Union unabhängig davon und ist keine Voraussetzung für die Finanzierung der Trasse.

    Aus der mittelfristigen Finanzplanung für die Jahre 2027 bis 2030 geht außerdem hervor, dass auch in Zukunft kein Geld für dieses Projekt bereitgestellt werden soll. Das ist untragbar. Die Finanzierung der Trasse muss jetzt gesichert werden, damit die Bauvorbereitung und der Bau dann zügig und ohne zusätzliche Kosten gestartet werden können.

    Durch ihre Finanzgymnastik gefährdet die Bundesregierung bayerische Arbeitsplätze. Für den Erhalt des Wacker-Werks in Burghausen ist die Elektrifizierung eine Grundvoraussetzung. Diese wurde dem Unternehmen von der Regierung fest zugesagt. Angesichts der aktuellen Enthüllungen müssen sich die Wacker-Mitarbeiter fragen, ob die Regierung ihre Arbeitsplätze und Interessen tatsächlich im Blick hat.

    Das Geld für die Maßnahme ist da. Die Regierung verfügt über ein 500 Mrd. Euro schweres Sondervermögen für Infrastrukturprojekte. Die Prioritätensetzung der CSU, lieber Wahlgeschenke für ihre Klientel aus diesem Topf zu bezahlen, statt in elementare Infrastruktur für die bayerischen Unternehmen und deren Mitarbeiter zu investieren. Das ist fatal und widerspricht dem Zweck des Sondervermögens.

Meine Themen

Bekämpfung von Antisemitismus

Die Zahl der antisemitischen Straftaten steigt seit Jahren. Ich setzte mich für eine konsequente Bekämpfung von Antisemitismus ein. Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Wir müssen ihm konsequent begegnen, ob bei Neonazikonzerten, in deutschen Parlamenten oder auf verschwörungsideologischen Demos.

Förderung jüdischen Lebens

Die überwiegende Mehrheit der Menschen in Deutschland hat noch nie eine*n Jüdin*Juden getroffen. Und ebenfalls wissen die meisten Menschen nicht sonderlich viel über das Judentum. Jüdische Communities sind vielfältig. Und deshalb möchte ich #jüdisches Leben in seiner gesamten Pluralität unterstützen. Dazu sollten die Erfahrungen und Perspektiven von Jüdinnen:Juden sicht- und hörbar werden. 

Politische Bildung

Durch politische Bildung werden Menschen ermutigt, ihre demokratischen Beteiligungsmöglichkeiten wahrzunehmen und sich menschenfeindlichen Ideologien und Verschwörungserzählungen entgegen zu stellen. In meiner parlamentarischen Arbeit, aber auch als Mitglied des Kuratoriums der Bundeszentrale für Politische Bildung, setze ich mich für eine stärkere Verankerung in allen Bildungseinrichtungen ein.  

Digitale Gewalt und Desinformation

Digitale Medien bieten riesige Chancen für den demokratischen Diskurs. Um sie zu nutzen und dabei Persönlichkeitsrechte zu wahren, müssen wir Hasskriminalität und die bewusste Verbreitung von Desinformation bekämpfen.

Über mich

Als Politikwissenschaftlerin habe ich mich viel mit den Themen Antisemitismus, Verschwörungsideologien und Populismus auseinandergesetzt. Im Rahmen meiner Forschung in einem Projekt zur Zukunft der Demokratie durfte ich mit zahlreichen NGOs, die sich für Demokratie und Zusammenhalt engagieren, zusammenarbeiten. Klar ist: Die liberale Demokratie ist unsere Garantie für Freiheit und Menschenrechte, aber sie steht massiv unter Druck. Deswegen streite ich für den demokratischen Grundkonsens sowie für eine solidarische und vielfältige Gesellschaft, die alle Menschen vor Diskriminierung und Gewalt schützt und in der alle Menschen die gleiche Chancen und Rechte haben.

Marlene Schönberger, MdB auf einem Dach, Bundestag im Hintergrund

Mein Wahlkreis

Mein Wahlkreis in Niederbayern umfasst die beiden Landkreise Dingolfing-Landau und Rottal-Inn. Dazu noch sieben Gemeinden aus dem Landkreis Landshut. Bis auf große Städte ist alles vertreten; die Kreisstädte Dingolfing und Pfarrkirchen sowie die Städte Landau/Isar, Eggenfelden und Simbach/Inn. Aber auch die Gemeinden Rimbach und Geratskirchen mit jeweils weniger als 12.000 Einwohnern. Insgesamt 53 Gemeinden auf einer Fläche von mehr als 2.150 km².