Herzlich willkommen!

Mein Name ist Marlene Schönberger und ich bin grüne Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Rottal-Inn. Der Fokus meiner parlamentarischen Arbeit liegt auf der Bekämpfung von #Antisemitismus, der Förderung #jüdischen Lebens und #Demokratiebildung. Ganz besonders liegt mir die Stärkung unserer Demokratie am Herzen. Hierzu gehört Jugendbeteiligung, Geschlechtergerechtigkeit und eine bunte, vielfältige Gesellschaft.

Als volles Mitglied im Innenausschuss und im Ausschuss für Bildung und Forschung sowie als stellvertretendes Mitglied im Rechtsausschuss und Ausschuss für Kultur und Medien kann und werde ich meine Themenschwerpunkte einbringen. In Niederbayern heiße ich Bürger*innen in meinen Wahlkreisbüros in Dingolfing, Pfarrkirchen und Landshut willkommen und habe stets ein offenes Ohr für Fragen, Anliegen und Probleme.

  • „Therapie darf kein Karrierehindernis sein“ Marlene Schönbergerspricht mit dem Weißen Ring Rottal-Inn über Diskriminierung im Beamtenrecht

    „Therapie darf kein Karrierehindernis sein“ Marlene Schönbergerspricht mit dem Weißen Ring Rottal-Inn über Diskriminierung im Beamtenrecht

    Die Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger (Bündnis 90/Die Grünen) informierte sich in der Außenstelle Rottal Inn des Opferverbandes Weißer Ring e.V.  über die Lage des Opferschutzes in der Region. Neben strukturellen Problemen in der täglichen Arbeit rückten die Leiterin der Außenstelle, Claudia Galleitner und der ehrenamtliche Mitarbeiter Günther Wagner dabei ein besonders brisantes Thema in den Mittelpunkt: Die Diskriminierung von Menschen mit Therapieerfahrung im Verfahren zur Verbeamtung.

    „Es ist ein wiederkehrendes Problem, das uns in Gesprächen mit Betroffenen begegnet“, schilderte Claudia Galleitner. „Menschen, die sich nach Gewalterfahrungen oder psychischen Krisen therapeutische Hilfe geholt haben, stehen später oft vor verschlossenen Türen – gerade dann, wenn sie im öffentlichen Dienst vor der Verbeamtung stehen.“ Auch im Landkreis Rottal-Inn sei dies ein ernstes Thema: Der öffentliche Dienst stellt hier eine zentrale berufliche Perspektive dar – etwa für angehende Lehrkräfte oder in der Verwaltung.

    Marlene Schönberger reagierte mit deutlicher Kritik an der aktuellen Praxis: „Wir dürfen Menschen nicht dafür bestrafen, dass sie Verantwortung für ihre Gesundheit übernommen haben. Therapie ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche. Wer Stabilität erlangt hat, darf nicht pauschal ausgeschlossen werden.“  Herr Wagner fordert eine differenzierte medizinische Beurteilung im Verbeamtungsverfahren und eine Abkehr von pauschalen Ausschlüssen. Er betonte: „Wer heute jungen Menschen Therapie empfiehlt, muss gleichzeitig sicherstellen können, dass ihnen dadurch nicht die Zukunft verbaut wird.“

    Grundsätzlich bringe gerade der ländliche Raum viele Herausforderungen in der täglichen Arbeit mit sich: „Wir brauchen mehr Sichtbarkeit, mehr Vernetzung und mehr Ressourcen“, so Galleitner. Der Weiße Ring Rottal-Inn leistet seit vielen Jahren wichtige Arbeit – von der psychosozialen Begleitung über Beratung bis hin zur konkreten Unterstützung in Notsituationen. Dabei arbeitet die Außenstelle ausschließlich ehrenamtlich – mit hohem persönlichem Einsatz.

    Ein wachsendes Problem sieht der Weiße Ring in der mangelnden Präventionsarbeit an Schulen und im digitalen Raum: Cybermobbing, sexualisierte Gewalt im Netz und häusliche Gewalt nehmen auch in der Region Rottal-Inn zu. Hier ist eine starke Kooperation mit Bildungseinrichtungen, der Polizei und Jugendämtern wichtig –  aber auch politische Rückendeckung und finanzielle Ressourcen für präventive Projekte, wie Wagner und Galleitner deutlich machten.

    Schönberger zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Unterstützungsangebote des Vereins: „Der Weiße Ring Rottal-Inn leistet seit vielen Jahren wichtige Arbeit – von der psychosozialen Begleitung über Beratung bis hin zur konkreten Unterstützung in Notsituationen. Dabei arbeitet die Außenstelle ausschließlich ehrenamtlich – mit hohem persönlichem Einsatz. Doch Opferhilfe darf nicht vom Zufall abhängen. Ehrenamt braucht Stabilität, Vernetzung braucht Förderung – und Prävention muss ein fester Bestandteil politischer Verantwortung sein.” Schönberger versprach, sich in Berlin für diese Themen einzusetzen.  

     „Wir sehen in unserer täglichen Arbeit, wie wichtig es ist, dass Menschen nicht allein gelassen werden – weder nach einem Übergriff noch Jahre später, wenn sie beruflich durchs Raster fallen”, betonten Galleitner und Wagner zum Abschluss. “Deshalb brauchen wir einen Kulturwandel: Weg von der Stigmatisierung, hin zu einer echten Anerkennung von Lebensrealität und gelebter Stärke.“

  • Abgeordnete Mia Goller und Marlene Schönberger informieren sich bei Polizeiinspektion Pfarrkirchen über aktuelle Herausforderungen

    Abgeordnete Mia Goller und Marlene Schönberger informieren sich bei Polizeiinspektion Pfarrkirchen über aktuelle Herausforderungen

    Die Landtagsabgeordnete Mia Goller und die Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger (beide Bündnis 90/Die Grünen) haben die Polizeiinspektion Pfarrkirchen besucht, um sich vor Ort ein Bild von der Situation und den Herausforderungen der Polizeiarbeit im ländlichen Raum zu machen.

    Dienststellenleiter Andreas Baumgartner führte die Abgeordneten durch das Gebäude und gab detaillierte Einblicke in die vielfältigen Aufgaben seiner Kolleginnen und Kollegen. Im Fokus standen insbesondere die wachsenden Herausforderungen im Bereich der digitalen Kriminalität. Dazu zählen nicht nur Delikte im Zusammenhang mit problematischer Mediennutzung junger Menschen, sondern auch Betrugsformen wie der Enkeltrick, der insbesondere ältere Menschen betrifft. Zudem berichtete Baumgartner von den anhaltenden Einsätzen im Zusammenhang mit Alkohol- und Drogenmissbrauch.

    Ein zentrales Thema war die Nachwuchsgewinnung bei der Bayerischen Polizei. Baumgartner erläuterte, wie wichtig es sei, junge Menschen durch attraktive Ausbildungsangebote und gute Arbeitsbedingungen für den Polizeiberuf zu begeistern. Auch die Ausstattung und der Zustand der Dienstgebäude als zeitgemäßes Arbeitsumfeld, insbesondere mit aktuellen Sparzwängen, wurden thematisiert. Zugleich wies er auf den hohen Stellenwert der gesellschaftlichen Anerkennung für die Arbeit der Polizei hin.

    Auch das Thema häusliche Gewalt wurde angesprochen. Während die Fallzahlen im Dienstbezirk Pfarrkirchen stabil geblieben sind, zeigte sich, dass viele Betroffene aus Angst oder Scham keine Anzeige erstatten. „Das erschwert unsere Arbeit erheblich“, so Baumgartner.

    Die Abgeordneten würdigten die Arbeit der Polizei ausdrücklich. Mia Goller betonte: „Ich habe großen Respekt vor der wichtigen und mutigen Arbeit, die die Frauen und Männer bei der Polizei in unserer Region leisten. Besonders bei häuslicher Gewalt ist es entscheidend, dass Betroffene ernst genommen werden und verlässliche Unterstützung bekommen.“

    Marlene Schönberger, Mitglied im Innenausschuss des Deutschen Bundestages, hob hervor, wie wertvoll der direkte Austausch mit den Einsatzkräften vor Ort sei: „Nur so bekommen wir ein klares Bild davon, wo die Polizei Unterstützung braucht, sei es bei der technischen Ausstattung, der Digitalisierung oder der Nachwuchsförderung. Die Kolleginnen und Kollegen in Pfarrkirchen arbeiten engagiert und mit großer Verantwortung. Das verdient unsere volle Anerkennung und Unterstützung. Sie bedankte sich bei Baumgartner für die Zeit und den konstruktiven Austausch.“ Baumgartner wies abschließend auf die enge und gute Zusammenarbeit mit Schulen, der Stadtverwaltung und weiteren Behörden hin. Gleichzeitig zeigte er sich realistisch, was den weiteren Bedarf an Personal und langfristiger Planungssicherheit angeht.

  • Bundeshaushalt 2025 verabschiedet: Schönberger kritisiert Prioritätensetzung der Bundesregierung

    Bundeshaushalt 2025 verabschiedet: Schönberger kritisiert Prioritätensetzung der Bundesregierung

    Die Grünen Abgeordnete Marlene Schönberger kritisiert den gestern durch die schwarz-rote Koalition verabschiedeten Bundeshaushalt für 2025 scharf. Union und SPD hätten es versäumt, notwendige Investitionen in Bildung und Kultur sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu tätigen. Zudem sei Niederbayern durch Kürzungen bei der ländlichen Entwicklung besonders benachteiligt, teilte die Abgeordnete in einer Pressemitteilung mit.

    „Der Bundeshaushalt 2025 ist eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so Schönberger. „Die Kürzungen bei den Integrationskursen um 100 Millionen Euro und die mangelnde Unterstützung für Demokratiebildung und Kulturförderung sind ein fatales Signal in Zeiten, in denen unser gesellschaftlicher Zusammenhalt auf dem Spiel steht. Eine Aufstockung der Mittel für die Bundeszentrale für Politische Bildung wäre dringend notwendig gewesen. Auch beim Kulturpass hat die Regierung den Rotstift angesetzt: Das von uns Grünen initiierte Projekt, mit dem 18-jährige ein Kulturbudget von 100€ zur Verfügung gestellt wurde, wurde trotz großer Proteste beerdigt. Ein fatales Signal an junge Menschen.“

    Besonders problematisch sei die Vernachlässigung des ländlichen Raums im Bundeshaushalt: „Wir Grünen haben von Anfang an mehr Mittel für ländliche Entwicklung und regionale Wertschöpfung sowie Investitionen in die Anpassung ländlicher Räume an den Klimawandel gefordert“, erklärt Schönberger. Die Koalition verpasse es, Klimaschutz, Landwirtschaft und ländliche Räume zusammenzudenken und riskiere damit nicht nur Artenvielfalt und Tierwohl, sondern auch wirtschaftliche Chancen. „Stattdessen verteilt vor allem die CSU Wahlgeschenke an diejenigen, die eh schon viel haben“, kommentiert Schönberger.

    Kritisch sieht die Grünen Abgeordnete zudem die Zweckentfremdung des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität. „Es ist absurd, dass Klimagelder für fossile Energieträger missbraucht werden, während Bayern als Innovationsstandort für erneuerbare Energien und grüne Technologien ausgebremst wird. Die schwarz-rote Koalition verpasst die historische Chance, in Klimaschutz, zukunftsfähige Arbeitsplätze und nachhaltige Infrastruktur zu investieren.“

Meine Themen

Bekämpfung von Antisemitismus

Die Zahl der antisemitischen Straftaten steigt seit Jahren. Ich setzte mich für eine konsequente Bekämpfung von Antisemitismus ein. Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Wir müssen ihm konsequent begegnen, ob bei Neonazikonzerten, in deutschen Parlamenten oder auf verschwörungsideologischen Demos.

Förderung jüdischen Lebens

Die überwiegende Mehrheit der Menschen in Deutschland hat noch nie eine*n Jüdin*Juden getroffen. Und ebenfalls wissen die meisten Menschen nicht sonderlich viel über das Judentum. Jüdische Communities sind vielfältig. Und deshalb möchte ich #jüdisches Leben in seiner gesamten Pluralität unterstützen. Dazu sollten die Erfahrungen und Perspektiven von Jüdinnen:Juden sicht- und hörbar werden. 

Politische Bildung

Durch politische Bildung werden Menschen ermutigt, ihre demokratischen Beteiligungsmöglichkeiten wahrzunehmen und sich menschenfeindlichen Ideologien und Verschwörungserzählungen entgegen zu stellen. In meiner parlamentarischen Arbeit, aber auch als Mitglied des Kuratoriums der Bundeszentrale für Politische Bildung, setze ich mich für eine stärkere Verankerung in allen Bildungseinrichtungen ein.  

Digitale Gewalt und Desinformation

Digitale Medien bieten riesige Chancen für den demokratischen Diskurs. Um sie zu nutzen und dabei Persönlichkeitsrechte zu wahren, müssen wir Hasskriminalität und die bewusste Verbreitung von Desinformation bekämpfen.

Über mich

Als Politikwissenschaftlerin habe ich mich viel mit den Themen Antisemitismus, Verschwörungsideologien und Populismus auseinandergesetzt. Im Rahmen meiner Forschung in einem Projekt zur Zukunft der Demokratie durfte ich mit zahlreichen NGOs, die sich für Demokratie und Zusammenhalt engagieren, zusammenarbeiten. Klar ist: Die liberale Demokratie ist unsere Garantie für Freiheit und Menschenrechte, aber sie steht massiv unter Druck. Deswegen streite ich für den demokratischen Grundkonsens sowie für eine solidarische und vielfältige Gesellschaft, die alle Menschen vor Diskriminierung und Gewalt schützt und in der alle Menschen die gleiche Chancen und Rechte haben.

Marlene Schönberger, MdB auf einem Dach, Bundestag im Hintergrund

Mein Wahlkreis

Mein Wahlkreis in Niederbayern umfasst die beiden Landkreise Dingolfing-Landau und Rottal-Inn. Dazu noch sieben Gemeinden aus dem Landkreis Landshut. Bis auf große Städte ist alles vertreten; die Kreisstädte Dingolfing und Pfarrkirchen sowie die Städte Landau/Isar, Eggenfelden und Simbach/Inn. Aber auch die Gemeinden Rimbach und Geratskirchen mit jeweils weniger als 12.000 Einwohnern. Insgesamt 53 Gemeinden auf einer Fläche von mehr als 2.150 km².